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UNTERSCHRIFTENAKTION

MIT  DER  AKTION  “UNTERSCHRIFTEN

  • FÜR  DEN  ERHALT  DES  NATURPARKS STEIGERWALD
  • FÜR  KLIMASCHUTZ  DURCH  EINE  FORTSETZUNG  DER  HOLZGEWINNUNG  IM  STEIGERWALD
  • GEGEN EINEN NATIONALPARK

WURDEN  BISHER  7600  UNTERSCHRIFTEN GESAMMELT.

BITTE  UNTERSTÜTZT DIE AKTION WEITERHIN

Sammelliste: unterschrili-u-anschrp

Pressemitteilung

des Vereins „Unser-Steigerwald e.V.“

Stellungnahme des Vereins „Unser Steigerwald“ zur Unterschriftenaktion des Bund Naturschutz für einen „Nationalpark im Steigerwald“

Schon seit einigen Monaten sammelt der Bund Naturschutz auf seinen Internetseiten Unterschriften für einen „Nationalpark Steigerwald“. 11.000 Unterschriften sollen dabei zusammen kommen, für jeden Hektar Waldfläche eine Unterschrift. Dem Vernehmen nach sollen die Unterschriftslisten dann Ende Mai an den Bayerischen Ministerpräsidenten Seehofer überreicht werden, quasi als demokratische Legitimation der Umweltverbände für die Einrichtung eines Nationalparks im Steigerwald.
Man versucht krampfhaft, auch so genannte Prominente wie den Enkel des bekannten Naturfilmers Bernhard Grzimek für diese Ziele einzuspannen. Da muss die Frage schon erlaubt sein, was ein Christian Grzimek jemals für diese Region geleistet hat, wo er jemals einen Beitrag für die Entwicklung in der Region geleistet hat. Auf einem geerbten Anwesen ab und zu die Wochenenden zu verbringen, kann es wohl kaum sein.
Niemand zweifelt daran, dass die Umweltverbände durch ihre gigantische Propagandaaktion 11.000 Unterschriften erreichen. Deren Herkunft muss man jedoch hinterfragen. Wenn man sich die Namen genau anschaut, finden sich hier Menschen aus ganz Deutschland – kaum welche aus der Region.
Wissenschaftlich nachgewiesen ist es, dass ein solches Großschutzgebiet weder für den Artenschutz noch für den Klimaschutz den geringsten Vorteil bringt. Dies wurde unter anderem bei der Jahresversammlung des Vereins „Unser Steigerwald“ von Prof. Dr. Müller, ehemals wissenschaftlicher Berater der Bundesregierung, eindrucksvoll bestätigt.
Äußerst seltsam ist es, wenn die Umweltverbände nun als Regionalentwickler und Tourismusexperten die Bevölkerung über die „Vorteile“ eines Nationalparks aufklären wollen. Eindeutiges Ziel des Vorsitzenden des Bund Naturschutz ist die Durchsetzung des Nationalparks im Steigerwald. Daran will man mit allen Mitteln und mit leicht durchschaubaren Argumenten festhalten. Was mit den Menschen in der Region geschieht, interessiert doch niemanden. Deshalb sammelt der Grizmek-Enkel auch in Schweinfurt Unterschriften, nicht in Donnersdorf oder Untersteinbach.
Die vielfach signalisierte Gesprächsbereitschaft erschöpft sich darin, dass man diese Zielsetzung „Nationalpark“ immer wieder neu wiederholt, dass man den Nationalpark auch über die Köpfe der Menschen im Steigerwald durchsetzen will, dass man Menschen, die sich für ihre Heimat einsetzen, verunglimpft und als militant bezeichnet. Dabei werden sogar auf der Internetseite des BUND Vokabeln verwendet, die in anderen Fällen schon Straftatbestände erfüllt haben. Eine sachliche Diskussion sehe anders aus, so die Vereinsvorsitzenden MdL Gerhard Eck und Bürgermeister Oskar Ebert.
Die beiden bezeichnen das Demokratieverständnis der Umweltverbände als bedenklich. Die Region des Steigerwaldes habe ein Selbstbestimmungsrecht und die Menschen hier würden das auch klar gegen jedermann einfordern. Der Verein „Unser Steigerwald“ mit nahezu 3000 Mitgliedern sowie 50 Kommunen, Verbänden und Organisationen mit insgesamt 70.000 Menschen vertrete die berechtigten Interessen der Menschen in der Region. Nur gemeinsam mit diesen Menschen könne es eine Regionalentwicklung geben.
Die hohe Artenvielfalt des Steigerwaldes sei vielen zu verdanken, am wenigsten den Umweltverbänden. Der Verein bekenne sich ausdrücklich zum Umweltschutzkonzept des Forstbetriebs Ebrach. Dadurch könne man die berechtigten Interessen der Menschen im Steigerwald und die Anforderungen eines optimierten Naturschutzes beispielhaft umsetzen. Oskar Ebert dazu: „Die Umweltverbände mögen endlich zur Kenntnis nehmen, dass die überwiegende Zahl der Menschen im Steigerwald keinen Nationalpark will. Angesichts der Entwicklung der letzen Jahre muss man schon fragen, wer den Steigerwald künftig vor den sogenannten Umweltschützern schützen soll“.

Gerhard Eck            Oskar Ebert            Heinrich Thaler

Unterschriftenliste zum Herunterladen siehe unten………..

Unterschriftenaktion

Unterschriften-Sammelliste

zum Herunterladen:  unterschrili-u-anschrp

Liebe Freunde des Steigerwalds!

Der Bund Naturschutz versucht mit allen Mitteln, die Menschen im Steigerwald zu überrollen. So hat er mit viel Aufwand eine Unterschriftenaktion gestartet, mit dem Ziel, 11 000 Unterschriften für 11 000 ha Wald, den er zum Nationalpark machen will, zu sammeln. Sehr entlarvend ist dabei, dass er damit zugibt, nicht nur die oft proklamierten 7500 ha Wald, sondern 11 000 ha des ca. 17 000 ha großen Staatsforstes als Nationalpark zu wollen. Ich bin mir sicher - weil die Entwicklung auch in anderen Nationalpark-Regionen so verlief - auch damit wäre er nicht lange zufrieden.

Ich denke, dass es eigentlich ein Armutszeugnis für den Bund Naturschutz ist, wenn er europaweit intensiv, mit allen Tricks und in allen Medien für einen Nationalpark im Steigerwald Unterschriften sammelt und dann so lange braucht 11 000 Unterschriften zusammen zu bringen. Allein in der BRD leben 80 Millionen Einwohner und angeblich hat der BN ca. 480 000 Mitglieder. Die meisten haben wohl nicht den Hauch einer Ahnung davon, um was es bei uns im Steigerwald geht. Wenn Sie die Eintragungen im Facebook lesen, die von der dümmlichen   Phantasiefigur „Steigermän“ kommentiert werden, dann bekommen Sie einen guten Eindruck vom Niveau derjeniger die für einen Nationalpark Steigerwald ihre Unterschrift hergeben. Da schreibt z.B. eine „junge Dame“: „wie doof sind  eigentlich die Leute im Steigerwald, dass sie nicht wissen wie wichtig die Natur ist“ und der Steigermän antwortet „ja, da hast Du ganz recht“. Beim BN kann jeder Unterschreiben, der lesen und schreiben kann, egal wie alt - wenn er mehrere Mail-Adressen benutzt, kann er das aus mehrmals. Ob es wohl viele Anhänger der „Naturglaubens“ gibt, die sich dazu nicht zu schade sind?

Obwohl eine Unterschriftenaktion in dem Stil kaum repräsentativ sein kann, wird der BN rein medial eine große Unterstützung daraus ableiten und versuchen damit politisch Stimmung zu machen. Es wäre deshalb sehr schön, wenn wir mit einer Gegenaktion beweisen könnten, dass es mindestens genauso viel Menschen gibt, die keinen Nationalpark im Steigerwald wollen.

Dazu müssen wir wieder einmal zeigen, dass wir zusammen halten und uns nicht unter den Tisch kehren lassen. Bitte helft mit: druckt die angehängte Unterschriftenliste aus und sammelt Unterschriften, so viel es geht.

Schickt die bitte so bald wie möglich - per Fax, Mail oder Post - an die angegebenen Adresse zurück, spätestens bis zum 30. August 2010.

Sammellisten können auch per Mail (s. Kontakt) angefordert werden.

Ich bedanke mich jetzt schon für Euere Unterstützung.

Vergesst bitte nicht unsere

Sternwanderung zum Zabelstein

am Sonntag, 16. Mai 2010, mit einer Kundgebung um 15.30 Uhr, am Zabelstein

Treffpunkte sind um 14 Uhr, in Hundelshausen (Ortsmitte), Falkenstein (Steigerwaldstüble), Wohnau (Schmittnhof) und am Parkplatz Zabelstein.

Bericht über Jahreshauptversammlung

jhv-alle1Untersteinbach. Über 300 der mittlerweile knapp 3 000 Mitglieder des Vereins „Unser Steigerwald“ kamen am Freitag zur Jahreshauptversammlung nach Untersteinbach. Dazu konnte der stv. Vorsitzende Heinrich Thaler besonders Fürst Albrecht Castell-Castell, Staatssekretär a.D. Dr. Albert Meyer, Bürgermeister und Bürgermeisterinnen aus Steigerwald-Gemeinden sowie viele weitere Mandatsträger begrüßen.  Zum Fachvortrag hieß Thaler den Inhaber des Lehrstuhls für Biogeographie an der Universität Trier, Prof. Dr. Paul Müller willkommen. Auch der unterfränkische BBV-Präsident Bernhard Weiler kam nach Untersteinbach.
In seinem Rechenschaftsbericht freute sich der Vorsitzende Staatssekretär Gerhard Eck über den weiteren Mitgliederzuwachs Mit fast 3 000 privaten Mitgliedern und 50 Gebietskörperschaften, Organisationen und Verbänden vertrete der Verein „Unser Steigerwald“ rund 70 000 Menschen.
In seinem Rückblick stellte Eck fest, dass der Bund Naturschutz sich zum 100jährigen Bestehen unbedingt das Geschenk Nationalpark machen wolle und dabei „alle Grenzen des Anstands überschreitet“. Kein Anlass werde ausgelassen, die Bevölkerung im Steigerwald zu verunglimpfen und zu diskreditieren. Der seltsame „Steigermän“ sei da nur eine Facette. Dass sich die Menschen davon nicht einschüchtern lassen, zeige aber die Mitgliederentwicklung im Verein.
Die Vorstandschaft habe sich im letzten Jahr zu fünf Vorstandssitzungen getroffen, 13 Informationsveranstaltungen hätten im gesamten Steigerwald stattgefunden, außerdem eine Informationsfahrt in den Bayerischen Wald und drei Podiumsdiskussionen sowie die Demonstration in Ebrach. Dazu kamen ein neuer Flyer und zahlreiche Interviews für Zeitungen, Rundfunk und Fernsehen. Dennoch könne der Verein mit der Medienmacht der Umweltverbände nicht mithalten.
Eck würdigte den Einsatz der gesamten Vorstandschaft und vieler besonders engagierter Mitglieder, die sich absolut parteiübergreifend mit ganzer Kraft einbringen. Gegen Anfeindungen der letzten Zeit nahm er besonders Albrecht Ruß in Schutz, der sei „ein Demokrat reinsten Wassers und rennt sich die Hacken ab für die Allgemeinheit“.
Eck warnte vor dem neuen Ansatz „Weltnaturerbe“, das der Bamberger Landrat Denzler neuerdings propagiere. Im Gegensatz zum Nationalpark kenne man bei diesem Status noch nicht einmal die Spielregeln, geschweige denn die Entscheider. „Es kann nicht verantwortungsvoll sein, sich auf dieses Spiel einzulassen“, so der Vorsitzende. Verantwortungsvoll sei das Trittsteinkonzept, das der Verein massiv unterstütze. Außerdem setze sich der Verein für zusätzliche Förderprogramme für den Naturpark Steigerwald ein.
Den Jahresrückblick lieferte stellvertretender Vorsitzender Oskar Ebert, der es sehr bedenklich fand, welchen Anfeindungen sich Bürgermeisterin Gerti Menigat ausgesetzt sah, nachdem sie bei der Jahreshauptversammlung 2009 aus dem Bayerischen Wald berichtet hatte. Die Presse-Verrisse hätten aber sofort gestoppt, als sie hatte durchblicken lassen, dass sie die ganze Wahrheit noch gar nicht gesagt habe. Beachtlich sei auch gewesen, dass er selbst als Leiter der Demonstration in Ebrach anschließend eine Anzeige erhalten habe, weil die grünen T-Shirts der Teilnehmer als „Uniform“ angesehen worden waren. Der zuständige Richter habe das aber schnell zu den Akten gelegt.
Inzwischen wundere er sich auch nicht mehr über die Finanzmacht des BUND, so Ebert, denn allein die Zentrale in Regensburg erhält sechsstellige Beträge aus dem EU-Agrarfonds. Auch die Angriffe von Landrat Denzler hätten nicht nachgelassen. Bei seiner Festansprache beim Landesbund für Vogelschutz hätte Denzler die Nationalparkgegner erneut als militant und „Schwarzhemden“ verunglimpft. Die Vereinsmitglieder wehrten sich lediglich gegen „eine unglaubliche Arroganz. Politiker sollten eigentlich Volksvertreter sein, nicht Volksverdreher“, so der Bürgermeister von Rauhenebrach.
Nach dem Kassenbericht und dem Kassenprüfungsbericht wurde der Vorstandschaft einstimmig Entlastung erteilt. Auch die beiden Satzungsänderungen, die jetzt auch Familienmitgliedschaften ermöglichen und den Mitgliedern ab 16 Jahren ein Stimmrecht zubilligen, wurden einstimmig verabschiedet.

Bilder:
Fast 3 000 persönliche Mitglieder hat der Verein „Unser Steigerwald“ drei Jahre nach seiner Gründung. Das teilte der Vorsitzende Gerhard Eck am Freitag bei der Jahreshauptversammlung mit.

Über 300 Mitglieder kamen am Freitag zur Jahreshauptversammlung des Vereins „Unser Steigerwald“ in den Saal der Gastwirtschaft Michel nach Untersteinbach.

Vortrag von Prof. Dr. Dr. Paul Müller bei der Jahreshauptversammlung

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Vortrag

Herr Prof. Dr. Dr. Paul Müller ist ein international anerkannter Geobiologe, u.a. Inhaber des Bundesverdienstkreuzes und ehemaliger Berater der Bundesregierung (Anm. d. Red.)

Pressebericht von Sabine Weinbeer:

Untersteinbach. „Der Wandel ist das Natürliche, in der Evolution gibt es keine Gleichgewichte sondern den ständigen Prozess der Anpassung“, das war die Kernaussage von Prof. Dr. Paul Müller am Freitag in Untersteinbach. Der Biogeograph von der Universität Trier kennt den Steigerwald seit 1969 aus verschiedenen Forschungsprojekten und hielt das Fachreferat bei der Jahreshauptversammlung des Vereins „Unser Steigerwald“. Dabei ließ er keinen Zweifel daran, dass er in einem dicht besiedelten Land wie Deutschland ein Nationalpark für nicht praktikabel hält.
Professor Dr. Müller zeigte auf, dass sich Arten meist nicht an die theoretischen Waldschutzmodelle halten und dass ein Naturschutz in Form einer „Glasglocke“ nicht funktioniert. Es gehe vielmehr darum, die regionaltypische Biodiversität in einer gewachsenen Kulturlandschaft zu verstehen und zu fördern – und zwar überall. Das scheine der Bund Naturschutz allerdings nicht in den Vordergrund zu stellen, sonst würde Dr. Weiger nicht immer auf die staatlichen Fördermittel hinweisen.
Leider, so der Professor, zeige sich bei allen bisherigen Nationalparks und Biosphärenreservaten in Deutschland, dass vorher gemachte Versprechungen nach wenigen Jahren gebrochen werden. In dem bisherigen Ablauf im Steigerwald zeige sich ganz deutlich, dass „die Demokratie gefährdet ist, weil der freie Bürger lächerlich gemacht wird. Wenn Sie das merken, müssen Sie aufstehen“, forderte er die Vereinsmitglieder auf.
Ohne Zweifel seien einige Nationalparks einmalige Landschaften, die durch den Schutz womöglich vor Zerstörung bewahrt wurden. Allerdings funktioniere keiner von ihnen ohne Regulation. Er selbst sei im Krüger-Nationalpark dabei gewesen, als im Dienst des Naturschutzes hundert Elefanten geschossen wurden. Deshalb stelle sich die Kernfrage des Naturschutzes: „Dynamik oder Konservierung“.
Professor Müller wandte sich auch gegen die Behauptung des massenhaften Artensterbens. Gerade in Europa seien die meisten Arten vor dem Ersten Weltkrieg ausgestorben. Die meisten Arten, die heute im Steigerwald geschützt werden sollen, seien Einwanderer und sie würden mit dem Wandel des Erdklimas auch weiter wandern. Auch hielten sich die Arten kaum an die theoretischen Modelle. So fresse im Harz der eingebürgerte Luchs die Auerhühner. Wer die Selbstregulation zur heiligen Kuh erkläre, müsse auch ehrlich sagen, was dabei rauskomme. Doch niemand mache ein ernsthaftes Monitoring und stehe für Fehlentscheidungen gerade. Wenn man den Käfer Eremit zur prioritären Art erkläre, dann zögen eben alle anderen den Kürzeren – einschließlich der Interessen der Menschen. Biodiversität könne schließlich auch Risiken bergen. So gebe es im Steigerwald auch vier verschiedene Arten von Borreliose, einige seiner Mitarbeiter hätten sich hier infiziert, eine Doktorandin mit einer besonders aggressiven Form.
Prof. Müller bezeichnete es als Irrtum, dass der Artenreichtum in Nationalparks größer sei als in bewirtschafteten Wäldern. Das zeigten Untersuchungen seit den 70er Jahren. Ohnehin sei es in einem bevölkerungsreichen Land wie Deutschland nicht möglich, ein Einzelgebiet aus dem ökologischen Zusammenhang herauszulösen, deshalb könne es hier maximal Entwicklungs-Nationalparks geben.
„Das Zusammenspiel ist die Herausforderung“, stellte der Professor fest und forderte dazu auf, Nutzung und Schutz ins Blickfeld zu nehmen. In dieses Zusammenspiel könnte sich der Bund Naturschutz sehr positiv einbringen, doch offenbar stünden dem Profilierungs- und Finanzinteressen entgegen. Dem BUND hielt er vor, dass „eine glanzvolle Vergangenheit keine Garantie für eine gute Zukunft“ sei, denn die Gemeinsamkeiten von Schutz und Nutz des Steigerwaldes seien größer als es die Funktionäre vermuten ließen. Ein Nationalpark helfe „denen, die am lautesten schreien. Aber nicht der Biodiversität und den Menschen, die diese Landschaft aufgebaut haben“. Er forderte die Naturschutzverbände unverhohlen auf, sich „um die Natur zu kümmern, nicht um Denkmäler und ökologische Feigenblätter“.
Prof. Dr. Müller bat den Verein “Unser Steigerwald“, einzustehen für eine ökosystemgerechte Landnutzung zwischen Bamberg und Würzburg und dabei standhaft zu sein denn „wenn sie anfangen, sich aufweichen zu lassen, haben Sie schon verloren“. Das habe er hautnah im Nationalpark Eifel erlebt. Zur Lektüre empfahl er unter anderem die Dissertation von Nicole Schrader mit dem Titel „Die deutschen Biosphärenreservate auf dem Prüfstand“.

Bild:
Prof. Dr. Paul Müller referierte zum Thema Biodiversität beim Verein „Unser Steigerwald“, wofür die Vorstandsmitglieder herzlich dankten. Unser Bild zeigt von links Schriftführer Siegfried Ständecke, Prof. Dr. Paul Müller, die stellvertretenden Vorsitzenden Heinrich Thaler und Oskar Ebert und den Vorsitzenden Staatssekretär Gerhard Eck.

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