Nationalpark ein Entvölkerungsprojekt?

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Wollen Sie, lieber Leser, eine staatliche Verwaltung die in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld mit Verboten und Aufpassern darüber wacht, dass Sie keinem Pflänzchen, keinem Käferchen und keinem Tierchen das in einer der vielen Listen steht, zu nahe kommen könnten? Das wäre die gesetzliche Aufgabe einer Nationalparkverwaltung.

Es wäre nicht so, dass man Ihnen unterstellen würde, Sie wollten einem solchen Pflänzchen, Käferchen oder Tierchen etwas zu leide tun. Nein, es wäre nur so, dass man sicherheitshalber einen Weg sperren, ein Wegegebot aussprechen oder eine der nicht mehr erforderlichen Forstwirtschaftsstraßen beseitigen würde, weil die Möglichkeit bestünde, Sie könnten ein solches Pflänzchen, Käferchen oder Tierchen in seiner “natürlichen Entwicklung nachteilig beeinflussen” (siehe Nationalparkgesetz). Ob Sie spazieren gehen, allein oder in einer Gruppe, ihren Hund ausführen, Rad fahren, reiten, fotografieren, singen oder Pilze suchen – Sie könnten dabei z.B. den kleinen schwarzen Käfer Eremit, der selten sein soll, obwohl er mancherorts sehr zahlreich vorkommt, durchaus vertreiben.

Ein Nationalpark im Nördlichen Steigerwald wäre nach den geltenden Bedingungen sachlich entweder nicht machbar, oder man würde bewusst tausende von Menschen ihrer gewohnten Umgebung berauben – nach und nach – Stück für Stück.

Die Behauptung, ein Nationalpark würde die Bewegungsfreiheit der Menschen nicht einschränken, ist eine ungeheuerliche Verhöhnung des klaren Menschenverstands. Es ist rhetorisch richtig zu sagen, die Nationalparkgesetze beinhalten kein generelles Wegegebot. Die Wahrheit ist aber, dass das Ziel eines Nationalparks, nämlich den “Wald in seiner natürlichen Dynamik, möglichst unbeeinflusst von menschlichen Einwirkungen, sich entwickeln zu lassen” zwangsweise eine unkontrollierte menschliche Präsenz ausschließt.

Im Steigerwald wäre das langfristig ein Entvölkerungsprojekt  - wie die angefügte Studie belegt.

Topologie des Steigerwalds: NP_Topologie_090317

Touristiker aus dem Bayerischen Wald berichten

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Auf Einladung des Nationalparkvereins kamen Touristiker aus dem Bayerischen Wald nach Gerolzhofen. Selbst verständlich waren das für ihre Bereiche vorbildliche, engagierte Personen, die für dortige Verhältnisse auch respektable Arbeitserfolge vorweisen konnten. Leider war kein Touristiker aus dem Steigerwald anwesend, der einmal die Verhältnisse im Steigerwald gegenüber gestellt hätte – das hätte die Veranstaltung deutlich aufgewertet. Insgesamt wurde anschaulich dargestellt, wie man sich im Bayerischen Wald abkämpft, um touristische Erfolge zu erzielen. Die Rahmenbedingungen werden durch die Nationalparkverwaltung und die klammen Kommunen vorgegeben. Keine leichte Situation für jeden Touristiker.

Warum Tourismus nicht geeignet zu sein scheint, kommunale Finanzen zu sanieren, können Sie im Anhang lesen. Gemeindevergleiche 2017

Weiterhin empfehle ich als Quelle für Fakten, die man zu einer Meinungsbildung braucht, die Internetseite des Landesamtes für Statistik

Ein Tipp zur Vereinfachung der Suche: geben Sie bei google einfach “verschuldung ebrach” bzw. eine andere Gemeinde ein, dann bekommt man direkt die entsprechende PDF-Datei.

Desinformation der Naturschutzorganisationen zum Durchsetzen eines „Nationalparks Steigerwald“.

Meinungsäußerungen von Mitgliedern des Bund Naturschutz, die der Meinung des Vorsitzenden Prof. Weiger widersprechen, werden in den BN-Publikationen nicht veröffentlicht. Das ist grundsätzlich kein demokratisches Verhalten  Es gibt einige hochrangige, anerkannte Naturschützer, die sich in der Vergangenheit vom Bund Naturschutz distanziert haben, weil sich Herr Prof. Weiger darauf versteift hat, im Steigerwald einen Nationalpark einzurichten, obwohl jede Menge vernünftige Gründe dagegen sprechen.

Von einem BN-Mitglied, dessen Meinung bei den Bund-Naturschutz-Führern nicht willkommen ist, stammt folgender Beitrag:

Der Steigerwald befindet sich in einem ökologisch hochwertigen Zustand. Durch eine intelligente Waldbewirtschaftung, mit eingebetteten Naturreservaten, Biotopbäumen und Trittsteinflächen, wurde ein Waldzustand in so einer hervorragenden ökologischen Qualität erreicht, dass der Bund Naturschutz (BN) und andere Organisationen scharenweise die staunenden Besucher hinführen. Diesen herrlichen schönen Kulturwald möchten die Steigerwälder als Naturpark erhalten und weiterentwickeln.

Trotz alledem soll der intelligente Naturpark nach dem Willen von Naturschutzorganisationen und einigen Parteien durch einen orthodoxen Nationalpark verdrängt werden. Mit vorgeschobenen Bedrohungszenarien, „Rettungskampagnen“ und Motorsägenpolemik wird mit viel Geld, und hauptamtlichen Mitarbeitern, unterstützt durch Mainstreammedien ein gewaltiger öffentlicher und politischer Druck ausgeübt.

Die Steigerwälder, die den Naturpark erhalten wollen, aber nicht über diese enormen Machtmittel verfügen, sollen durch eine überregionale Stimmungsmache überrumpelt werden.

Überrumpelungsstrategie der Naturschutzorganisationen:

  1. Phantomvorwurf „Waldgefährdung“
  2. Desinformation der Öffentlichkeit und der Mitglieder des BN
  3. Diffamierung der Naturparkbefürworter

Die kompletten Ausführungen finden Sie hier: NP_Desinformation_030217

Klima- und Wirtschaftskiller Nationalpark

In einem “Nationalpark Steigerwald“ müsste man auf die Nutzung des wertvollen nachwachsenden Rohstoffes Holz in einem Umfang von jährlich ca. 56.000 fm verzichten. Diese Holzmenge müsste durch andere Werk- und Brennstoffe ersetzt werden.
Die Folgen wären: Ein Ersatz erfordert jährlich ca. 14 Mill. Liter Öl. Das ergibt unter Verwendung eines mehrjährigen Mittelwertes für den Ölpreis eine volkswirtschaftliche Belastung von jährlich ca. 8 Mill. €. Gleichzeitig entweichen ca. 25 Mill. kg CO2. Sichere forst- und holztechnische Arbeitsplätze fallen weg.
Die staatliche Subvention für einen Nationalpark liegen bei ca. 11,5 Mill. EUR, wenn man als Referenz den NP „Bayer. Wald“ zugrunde legt.
Der entgangene Gewinn des Forstbetriebes Ebrach liegt bei ca. 1,7 Mill EUR.
In der Summe ergibt sich jährlich ein volkswirtschaftlicher Aufwand von gut 21 Mill €.
Die Kosten der CO2- Zertifikate für 25 Mill. kg CO2, Abschreibungen und Zinsen für die Nationalparkinvestitionen, sowie regionale Randsubventionen für Touristik, und Infrastruktur lassen sich nur grob auf vielleicht 3 bis 5 Mill. € pro Jahr schätzen.

Daraus folgt, dass aus Steuermitteln 840,-€ je Tonne vollkommen unnötig erzeugtes CO2 aufzuwenden sind.
Das dürften sowohl Umweltschützer als auch Steuerzahler mit Missvergnügen zur Kenntnis nehmen.

Kein Meinungsumschwung im Steigerwald – klare Ablehnung eines Nationalparks

Stellungnahme zur Umfrage des Bund Naturschutz (BN) des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) und des WWF

Kein Meinungsumschwung im Steigerwald – klare Ablehnung eines Nationalparks

Der Verein „Unser Steigerwald“ weist den erneuten Versuch von BN, des Landesbundes für Vogelschutz und des WWF mit einer unbrauchbaren Umfrage einen Meinungsumschwung zugunsten eines Nationalparks im Steigerwald zurück. Die Aussagen von gerade einmal 1.000 Befragten bei 400.000 Einwohnern in der Region lassen keinen Rückschluss auf die tatsächliche Stimmung im Steigerwald zu.

Hinzu kommt, dass die tendenziöse Fragestellung der Umfrage alles andere als seriös ist.

Auch die Beschränkung der Umfrage auf einen kleinen Teil des Steigerwalds, jedoch unter Einbeziehung der weit entfernt wohnenden Stadtbevölkerung von Schweinfurt und Bamberg lässt das Kartenhaus dieses Zahlenpokers in sich zusammenbrechen.

Dagegen haben sich aktuell 20 Städte und Gemeinden mit der Verabschiedung der „Resolution Nachhaltigkeitsregion“ durch Beschluss der demokratisch gewählten Gremien eindeutig gegen einen Nationalpark ausgesprochen.
Vor dem Hintergrund dieses überwältigenden Votums von einem Stimmungswandel im Steigerwald zu sprechen ist Ausdruck mangelnden Respekts vor den gewählten Vertretern der Region.

Die Region befürwortet anstelle eines großen Totalreservats das Trittsteinkonzept des Forstbetriebs Ebrach. Dieses Konzept stellt einen sinnvollen Kompromiss für mehr Naturschutz im Wald ohne auf die Holznutzung gänzlich zu verzichten. Das Konzept hat unter Fachleuten mittlerweile europaweit hohe Beachtung gefunden. Auch das europäische Schutzkonzept Natura2000 attestiert den Wäldern einen hervorragenden ökologischen Zustand.

Der BN muss zur Kenntnis nehmen, dass er sich mit dem Steigerwald das falsche Gebiet für einen Nationalpark ausgesucht hat. Es handelt sich um ein altes Kulturland. Die Bevölkerung der dicht besiedelten Region ist auf die Brennholzversorgung aus dem Staatswald angewiesen.
Das Holz verarbeitende Gewerbe benötigt das Buchen- und Eichenstammholz. Holz der kurzen Wege ist ein wichtiger Wettbewerbsvorteil der klein- und mittelständischen Sägewerke. Der Forstbetrieb Ebrach ist der wichtigste Lieferant.
Daran kann auch eine sehr fragwürdige Umfrage nichts ändern.

Statt den Streit in der Region weiter zu befeuern, sollte der Bund Naturschutz konstruktiv an der Umsetzung des flächendeckenden Naturschutz-integrativen Konzeptes mitarbeiten.

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